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Virginia Apgar

07.06.1909 - 07.08.1974 | Chirurgin, Anästhesistin

Virginia Apgar, 1909 in New Jersey geboren wusste früh, was sie wollte. Schon als Schülerin hatte sie beschlossen, Medizin zu studieren – und sie tat es. Mit zwanzig begann sie ihr Studium, nach vier Jahren schloss sie es ab, als eine der ersten Frauen überhaupt.
Sie war so gut, sie hätte Chirurgin werden können. Doch ihr Mentor riet ihr ab. Nicht weil er an ihr zweifelte, sondern weil er sah wo die Zukunft lag: in der Anästhesie. Ein Fach im Aufbruch, das Spezialisten brauchte. Sie folgte seinem Rat – und veränderte damit die Medizin.
Was sie in den Kreißsälen erlebte, ließ sie nicht los. Neugeborene starben, die hätten leben können. Niemand fragte, ob das Kind wirklich gesund war. Apgar fragte. Sie entwickelte einen einfachen Test – fünf Kriterien, zehn Punkte, eine Minute nach der Geburt. Der Apgar-Score. Heute wird er in nahezu jedem Kreißsaal der Welt angewendet. Millionen von Leben werden dadurch gerettet.
Sie spielte Violine, ruderte, flog Flugzeuge – und baute sich ihre eigene Geige.
Auf die Frage warum sie nie geheiratet habe, antwortete sie trocken: „Ich habe eben keinen Mann gefunden, der kochen kann.“ Eine Antwort die mehr sagt als jede Biografie – über sie, über ihre Zeit, und darüber wie weit beides noch auseinanderlag.